23.05.2015

Innovation sichert Zukunft

Mimot ist am neuen Standort angekommen, die neue Ära hat begonnen. Darum ist bei dem Entwickler und Hersteller von Bestückungsmaschinen für Leiterplatten auch von der "neuen Mimot" die Rede. Für deren langfristigen Erfolg werden in diesem Jahr die Weichen gestellt. Eine bahnbrechende Neuentwicklung will das Unternehmen, das sich mit Jahresbeginn auf rund 2700 Quadratmetern des früheren Gaba-Geländes eingerichtet hat, auf der größten Elektronikmesse der Fachwelt präsentieren.
Zieht man die Traditionslinie noch weiter aus, lässt sich sagen, im alten historischen Fabrikgebäude der einstigen Firma Wybert (Wybert-Pastillen), die in die Gaba (Elmex, Aronal) überführt wurde, werden jetzt modernste Hightec-Maschinen gebaut. Wirtschaftsgeschichte am Standort Tumringen. Jürgen Philipp, einer von drei Geschäftsführern, sieht für Mimot von hier aus am europäischen Markt große Chancen. Das Lörracher Knowhow und die Innovationen seien ausgelegt für kleine und mittlere Serien, damit bediene man den deutschen, österreichischen und Schweizer Markt. Der deutsche ist der größte und wichtigste in Europa, sagt Philipp. Um erfolgreich zu sein, bedürfe es ständiger Innovationen, weshalb in die Entwicklung auch 20 bis 30 Prozent des Budgets investiert werden.
All dies erzählte Jürgen Philipp dieser Tage einer Besuchergruppe des CDU-Wirtschaftsrates, Sektion Lörrach/Müllheim mit ihrem Sprecher Hans-Joachim Friedrichkeit (Maulburg) an der Spitze. Nicht ungewöhnlich war für die Wirtschaftsvertreter zu hören, dass auch Mimot es unerhört schwer hat, qualifiziertes Personal zu finden. "Wir finden keine Leute", bringt das Philipp auf den Punkt. Die Strategie bei Mimot: Sie holt exzellente erfahrene Leute der Branche aus dem Ruhestand, so Mohammed Mehdianpour, einen der besten Entwickler der Branche (Philipp) und den Designer Andreas Preussner, der Mimot bereits einen Design Award eingetragen hat. "Ohne die Leute aus dem Ruhestand mit ihrem Fachwissen, ist das nicht zu machen", betont Jürgen Philipp. Denn: "Innovation sichert den Erfolg der Zukunft."
Unterdessen hat sich Mimot in den früheren Gaba-Gebäuden eingerichtet. Nicht mehr wiederzuerkennen ist der Bau, der früher das Hochregallager beherbergte. Hier wurde eine Decke eingezogen, so dass bei entsprechender Entwicklung in der zweiten Etage Büros eingerichtet werden können. Ansonsten läuft bei Mimot viel elektronisch gesteuert und automatisiert. Der Bestückungslinienbauer entwickelt diese nach Kundenwünschen, unter anderem für Firmen der Automobilzulieferindustrie, und betreut diese auch danach. Dafür sind eigens zehn Mitarbeiter unterwegs. Insgesamt beschäftigt Mimot derzeit 52 Mitarbeiter. "Mimot ist mehr als ein Bestückungsunternehmen", betont Jürgen Philipp unter Hinweis auf die Prozessorientierung in den Produkten.
Das Jahr 2015, von dem Philipp beim Umzug vom Hauinger Entenbad nach Tumringen gesagt hatte, es solle das beste in der Mimot-Geschichte werden, laufe bisher wie geplant. Mit der neuen Entwicklung in der Hinterhand geht der Blick längst über dieses Jahr hinaus.

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