22.05.2015

Zurück in der Erfolgsspur

Einen interessanten Weg hat Mimot, Partner für hochflexible Produktionssysteme mit Sonderlösungen in der Elektronikindustrie, in den vergangenen Jahren bestritten: 2010 konnte die Firma aus der Insolvenz gerettet werden und sich mit strategischer Neuausrichtung am Markt behaupten.
Der Wirtschaftsrat der CDU, Sektion Lörrach/Müllheim, unternahm am Mittwoch eine Betriebsbesichtigung am neuen Standort, dem früheren Gaba-Werk am Berner Weg in Tumringen.
Mimot (Mikromontagetechnik) belegt seit Anfang diesen Jahres das alte Wybert-Verwaltungsgebäude und die daran anschließenden Produktionshallen. Mit 2700 Quadratmetern Fläche avancierte das Unternehmen zum bisher größten Mieter im Areal. „Das Gebäude hat historischen Charakter“, so Jürgen Philipp, geschäftsführender Gesellschafter von Mimot. Der einstige Bundespräsident Theodor Heuss war oft zugegen, da sein einziger Sohn Ernst Ludwig Heuss geschäftsführender Gesellschafter der Firma Wybert war.
Philipp: „Wir haben alles neu gestaltet“
Mimot-Gründer Dieter Jenne, der ohne Nachfolger war, hatte das 1978 gegründete Unternehmen 2007 an die Rohwedder AG verkauft, unter deren Dach Mimot mit eigenem Namen weitergeführt wurde. Nachdem die Rohwedder AG 2010 insolvent ging, unterzeichneten Jürgen Philipp, Bernhard Thomas und Markus Vögtler einen Kaufvertrag, mit dem Mimot aus der Insolvenzmasse herausgelöst wurde.
„Wir haben alles neu gestaltet“, so Jürgen Philipp, der den Mitgliedern des Wirtschaftrats der CDU erklärte, dass der Markt für Hersteller von Bestückungsautomaten „kein einfacher“ sei. Man konkurriere mit Maschinenherstellern aus Fernost, die günstiger produzieren. Mimot produziere in Deutschland und arbeite mit deutschen Zulieferern zusammen, sei deshalb „eher hochpreisig“, sagte Philipp.
Die Geschäftsführer mussten sich strategisch neu ausrichten, um sich von den Mitbewerbern am Markt abheben zu können. Konzentrierte es sich früher auf die Produktion von Maschinen zur Bestückung von Leiterplatten, liefert es seinen Kunden nun zunehmend Gesamtsysteme, die sich durch ein spezielles Lagersystem von Konkurrenzlösungen abheben. „Erstaunlich, wie es Mimot gelungen ist, heute wieder so erfolgreich aufgestellt zu sein“, befand Hans J. Friedrichkeit, Sprecher der Sektion.
Die Mitglieder des Wirtschaftrats staunten nicht schlecht, als Philipp sie durch die Produktionshallen führte. Mimot entwickelt, konstruiert und fertigt hochwertige Bestückautomaten, Sonderbestücker, Transportbänder und Lifte, Lagersysteme sowie das entsprechende Zubehör und die Software. „Unsere Spezialmaschinen zum Bestücken sind einzigartig auf dem Markt“, sagte Philipp. Mit Hilfe einer intelligenten Software und eines schnellen Rüstsystems sei ein Aufrüsten neuer Bauteile während der laufenden Produktion problemlos möglich.
Das mittelständische Unternehmen mit seinen derzeit 52 Mitarbeitern fühlt sich laut Philipp wohl auf dem neuen Firmengelände. Kurze Wege, schnelle Kommunikation und optimierte Abläufe können hier vollzogen werden. Einzig die schwierige Personalsuche mache dem Ausbildungsbetrieb zu schaffen. Für die strategische Neuausrichtung habe man sogar pensionierte Ingenieure und Designer mit großem Fachwissen wieder ins Boot geholt.
Der Wirtschaftsrat der CDU ist ein bundesweit organisierter unternehmerischer Berufsverband. Er vertritt Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit und bietet seinen Mitgliedern eine Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.

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